Musk behauptet fälschlicherweise, dass Tesla FSD zehnmal sicherer sei als normales menschliches Fahren
Er beschwert sich auch über die laufenden Klagen.
Teslas-Chef Elon Musk behauptet, das Full Self-Driving des Unternehmens sei bis zu zehnmal sicherer als das menschlicher Fahrer, doch ein genauerer Blick auf die Daten legt nahe, dass diese Behauptung nicht wirklich stimmt.
Laut Berichten von Electrek gibt es derzeit keinen öffentlich verfügbaren Datensatz von Tesla, der die Zahl "10x sicherer" tatsächlich unterstützt. Analysten und Forscher weisen darauf hin, dass der Sicherheitsvorteil bestenfalls unbewiesen bleibt, wenn man berücksichtigt, wie die Zahlen berechnet werden.
Ein großes Problem ist, wie Tesla einen Unfall definiert. Das Unternehmen zählt in der Regel nur schwerwiegendere Vorfälle – wie solche im Zusammenhang mit Airbag-Einsatz –, während offizielle Benchmarks eine viel breitere Bandbreite an Unfällen umfassen. Das bedeutet, dass Tesla effektiv zwei sehr unterschiedliche Datensätze vergleicht, was sein System sicherer erscheinen lassen kann, als es tatsächlich sein könnte.
Es gibt auch andere Variablen, die die Lage verwässern. Teslas Systeme werden oft auf Autobahnen eingesetzt, die statistisch sicherer sind als Stadtstraßen, und die Autos selbst sind neuer und mit moderner Sicherheitstechnik ausgestattet. Wenn man diese Faktoren herausnimmt, schrumpft die Kluft zwischen FSD und menschlichen Fahrern erheblich.
Entscheidend ist, dass Tesla keine detaillierten Daten veröffentlicht, die eine unabhängige Verifikation ermöglichen würden, wie z. B. Abschaltquoten, Unfallschwere-Störungen oder Straßennutzung. Dieser Mangel an Transparenz erschwert es, die tatsächliche Sicherheit des Systems richtig zu bewerten, insbesondere im Vergleich zu Konkurrenten, die gründlichere, peer-reviewte Analysen veröffentlichen.
Es gibt auch den rechtlichen Aspekt. Mehrere Klagen in den USA argumentieren, dass Teslas Fahrerassistenzsysteme zu Unfällen beigetragen haben könnten, entweder durch Systemfehler oder durch die Förderung einer Überabhängigkeit durch das Branding "Full Self-Driving". Das verkompliziert die Erzählung, dass die Technik einfach Unfälle insgesamt reduziert.
