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Dune: Part Two

Dune: Part Two wird vorgeworfen, nicht repräsentativ genug zu sein

Da es im ersten Film keine MENA-Schauspieler und im zweiten einen Schauspieler gibt, hat Dune: Part Two die Gemeinschaften im Nahen Osten und in Nordafrika offenbar im Stich gelassen.

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Der Nahe Osten oder Nordafrika sind in Dune: Part Two nicht ausreichend vertreten, behaupten nun eine Handvoll Kritiker. Und das, obwohl Frank Herberts Weltraumgeschichte viele Parallelen sowohl zur afrikanischen als auch zur vor allem muslimischen Kultur aufweist und argumentiert, dass es einfach zu viele weiße Schauspieler im Film gibt.

Nur einer der Schauspieler, die Fremen in Dune: Part Two spielen, kann für sich in Anspruch nehmen, aus der Region zu stammen, nämlich Souheila Yacoub als Shishakli, eine der Freundinnen von Zendayas Figur Chani. Darüber hinaus wurde auch enthüllt, dass Dune: Part One überhaupt keine Schauspieler mit MENA-Hintergrund hatte.

Einer der Kritiker, der sich zu diesem Thema geäußert hat, ist Furvah Shah, der sich selbst als "frustrierten Muslim" bezeichnet und glaubt, dass mehr Hauptrollen in den Dune-Filmen an Menschen mit MENA-Hintergrund hätten gehen sollen.

"Von der Verwendung von Perlen und Niederwerfungen in den Gebeten der Fremen bis hin zur fast arabischen Sprache, Sätzen aus religiösen Texten und dem Tragen von Schleiern fühlte es sich an, als würde 'Dune' eine starke Menge an Inspiration aus dem Islam, der nahöstlichen und nordafrikanischen Kultur nehmen und uns gleichzeitig von der Leinwand löschen."

Sue Obeidi vom MPAC Hollywood teilt die gleichen Ansichten und sagte gegenüber Variety:

"Das fühlt sich angesichts des kulturellen Hintergrunds der Geschichte falsch an, und deshalb verpasst es der Film, die vielfältige Welt von 'Dune' genau zu zeigen. Es schwächt die Integrität und die kulturelle Wirkung der Filme."

Amani Al-Khatahtbeh, Gründerin von Muslimgirl.com, kritisierte ebenfalls den Mangel an MENA-Talenten in den Dune-Filmen und sagte:

"Eines der großen Dinge, die wir hören, wenn es darum geht, dass Menschen aus dem Nahen Osten gecastet werden oder braune Menschen gecastet werden, ist, dass es nicht genug Talente gibt. Dennoch gibt es kein Zögern und keine Herausforderung für die Branche, diese Schauspieler mit diesen Hintergründen in die stereotypen Rollen von Terroristen oder Bösewichten zu stecken. Praktischerweise haben wir einen Überschuss an Akteuren aus dem Nahen Osten, wenn es um negative Darstellungen geht."

Denkst du, dass die Dune-Filme mehr Repräsentation hätten haben sollen?

Dune: Part Two

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