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Diablo II: Resurrected

Diablo II: Resurrected - Ersteindruck

Dank der aktuellen Alpha-Version konnten wir zwei Akte aus der Kampagne spielen.

Uns ist bewusst, dass es für manche Fans wie Gotteslästerung klingen mag, wenn wir sagen, dass wir Diablo (oder die meisten Action-RPGs) am liebsten mit dem Controller spielen, aber es ist schlicht und ergreifend die Wahrheit. Mit der Konsolen-Version von Diablo III schien es, als habe Blizzard zum ersten Mal das volle Potenzial eines Diablos mit Gamepad-Steuerung ausgeschöpft. Hier wurde nicht einfach eine Maus- und Tastatursteuerung an einen Controller angepasst, stattdessen wurden das Bedienungsverhalten, die Mechaniken und sogar einige neue Bewegungen so entwickelt, dass ein hervorragend steuerbares Action-Spiel dabei herauskam.

Diablo II: Resurrected mag sich nicht ganz auf diesem Level bewegen, trotzdem funktioniert die Steuerung per Controller richtig gut und das nicht nur auf Konsole, sondern optional auch auf dem PC. In der Zeit, die wir mit der Alpha-Version von Diablo II: Resurrected verbringen konnten, war die Steuerung aber nicht das einzige, das wir als positiv verbuchen konnten. Man mag dem Titel sein ursprüngliches Alter auf viele Weisen anmerken, ein besonderes Spiel bleibt es. Der Nostalgie-Faktor könnte durchaus eine Rolle spielen, dass uns ein süchtig machendes Spiel erwartet, bezweifeln wir trotzdem nicht.

Diablo II: Resurrected ist ganz klar ein Remaster, kein Remake. Unter seiner Oberfläche haben wir es immer noch mit dem Klassiker aus dem Jahr 2000 zu tun - ob wir nun über das Gegnerverhalten sprechen oder die Spielsysteme samt Inventarmanagement, Charakterprogression und Beute. Die Neuerungen beziehen sich abseits der Steuerung besonders auf Verbesserungen der Optik und des Sounds.

Diablo II: Resurrected unterstützt Auflösungen bis 4K. Ermöglicht wird dies durch neue 3D-Modelle, höher aufgelöste Texturen und überarbeitete Effekte. Die Animationen wurden ebenfalls überarbeitet, bleiben aber so träge, wie die des Originals. Ein höherer Spielfluss kommt somit leider nicht zu Stande. Dass das Remaster optisch insgesamt aber sehr viel näher an aktuelle Standards heranreicht, steht außer Frage. Wer einen Vergleich sehen möchte, muss im Spiel lediglich den „Legacy-Modus" aktivieren und schon seht Ihr den Klassiker in seiner ursprünglichen Grafik. Spoiler: Er ist optisch alles andere als gut gealtert!

Diablo II: Resurrected

Auch das Interface erinnert nun eher an moderne Spiele, wodurch es leichter fällt, das Inventar zu managen, Ausrüstung zu wechseln oder Euch mit den Fähigkeiten Eures Charakters zu befassen. Angenehm: Das Interface ist nicht identisch, wenn Ihr mit Maus/Tastatur oder per Controller spielt, geht aber in beiden Varianten sehr gut von der Hand.

In der Alpha-Version waren lediglich drei Charaktere auswählbar: Zauberin, Amazone und Barbar. Spielbar waren nur zwei Akte aus der Kampagne, dennoch reichten diese Eindrücke, um sich einen Einblick zu verschaffen und zu verstehen, welche Ziele sich Blizzard für das Remaster gesetzt hat. „Resurrected" (wiederbelebt) trifft den Nagel auf den Kopf, denn wir haben es hier mit der Original-Spielerfahrung zu tun, die an moderne Systeme herangeführt wird. Was man nicht erwarten sollte, ist ein modernes, oder gar neues Spiel!

In den letzten 21 Jahren haben sich Action-RPGs immens weiterentwickelt, aber es wäre nicht fair, Diablo II: Resurrected mit aktuellen Genre-Vertretern zu vergleichen. Wer das tut, kann nur enttäuscht werden. Was bleibt, ist ein immer noch großartiges Spiel mit einer phänomenalen Gothic-Atmosphäre und einem denkwürdigen Soundtrack: ein zeitloser Klassiker. Auch wenn eine Portion Nostalgie mitschwingt, freuen wir uns schon sehr darauf, die finale Version von Diablo II: Resurrected spielen zu können.

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